Meine 3 Regeln, um sich abends nicht erschöpft zu fühlen

Wie ich auf das Problem aufmerksam wurde

Letzten Herbst ist mir etwas aufgefallen: Obwohl ich nicht besonders viel gearbeitet hatte, lag ich abends auf dem Sofa und fühlte mich, als hätte ich einen Marathon gelaufen. Keine Energie für Gespräche, keine Lust auf Hobbys — nur dieses stumpfe Gefühl von Leere. Ich fragte mich: Woran liegt das eigentlich?

Mein Weg begann mit kleinen Notizen über meinen Tagesablauf. Wie viel Zeit am Bildschirm? Wie oft kurze Pausen? Was hatte ich gegessen? Mit der Zeit begann ich Muster zu erkennen — und das war der erste echte Wendepunkt für meine Abende.

Regel 1: Das digitale Fenster schließen

Die erste Veränderung: Ich schalte mein Smartphone und meinen Laptop etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen in den stummen Modus und lege sie weg. Klingt simpel — ist es aber nicht. Am Anfang war das Unwohlsein fast körperlich spürbar. Irgendetwas in mir wollte ständig scrollen und reagieren.

Doch schon nach wenigen Wochen bemerkte ich, was ich als subjektives Abschalten beschreiben würde: Der Übergang vom aktiven Tag zur Ruhephase fühlte sich fließender an. Wie ich in einem Bericht der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung gelesen habe, kann Bildschirmlicht bestimmte biologische Prozesse beeinflussen — ich erhebe keinen Anspruch darauf, das medizinisch zu beurteilen, aber mein persönliches Erleben deckt sich mit dieser Perspektive.

Regel 2: Den Übergang bewusst gestalten

Das zweite, was für mich einen Unterschied gemacht hat, ist ein kurzer Übergangsritus — eine kleine Handlung, die meinem Nervensystem signalisiert: Der Arbeitstag ist vorbei. Für mich ist das eine Tasse Kräutertee und drei Minuten am Fenster stehen. Klingt banal, wirkt aber erstaunlich zuverlässig.

Ich habe gelesen, dass Routinen dabei helfen können, den Wechsel zwischen verschiedenen mentalen Zuständen zu unterstützen — als jemand ohne medizinische Ausbildung formuliere ich das absichtlich vorsichtig. Was ich sagen kann: Mein Erfahrungsprotokoll zeigt, dass dieser kurze Moment der Verlangsamung meine wahrgenommene Erschöpfung am Abend reduziert hat.

„Als ich aufgehört habe, den Abend als verlängerte Arbeitszeit zu betrachten, hat sich mein Körpergefühl spürbar verändert — nicht sofort, aber stetig.“

Regel 3: Das Notizbuch als Abschlussritual

Die dritte Regel klingt fast zu einfach: Ich schreibe jeden Abend drei Sätze. Was war gut? Was hat mich gestört? Was nehme ich mir für morgen vor? Dieses Mini-Journal hat eine interessante Wirkung auf mein Abendgefühl. Durch das Aufschreiben scheint loszulassen, was sich tagsüber angestaut hat.

Ob das ein psychologischer Mechanismus ist oder einfach die Wirkung von Stift und Papier — ich weiß es nicht. Mein Erleben zeigt jedenfalls: An Abenden mit Notizbuch schlafe ich gefühlt ruhiger ein. Das ist mein subjektiver Eindruck, keine wissenschaftliche Aussage.

Die Informationen in diesem Blog basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen sowie meinem persönlichen Erleben. Sie ersetzen keine Konsultation mit einem Arzt oder einer Ärztin. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine qualifizierte Fachkraft.